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31. März 2018

TIPPS & TRICKS FÜR HOLZMÖBEL

Kurz nicht aufgepasst, schon ist Kerzenwachs auf den Holztisch getropft. Seit dem letzten Umzug gemeine Schrammen in der Lieblingskommode. Solche Malheurs passieren ständig! Aber in meinem Alltag als Tischlerin sammeln sich natürlich eine Menge kleine Tricks und Kniffs für Holzstücke an, die sich von jedermann umsetzen lassen. Genau deshalb möchte ich dir im folgenden Beitrag meine persönliche Sammlung an Tipps verraten, mit denen du deine Möbel und Wohnaccessoires im Nu wieder auf Vordermann bekommst!

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Kratzer im Holz beseitigen

Unbehandeltes Holz

Kratzer oder kleine Dellen in der Oberfläche kannst du häufig durch die Quelleigenschaft des Holzes heraus bekommen oder zumindest stark verringern. Dazu den Kratzer gut mit Spucke oder destilliertem Wasser benetzen (der Kalk von Leitungswasser würde sich auf dem Holz ablagern). Das Holz quillt nun durch das Wasser hoch.

Sobald es vollständig getrocknet ist, kannst du mit Schleifpapier drüber schleifen (je nach Holz etwa 120-iger Körnung), so wird die Oberfläche schön ebenmäßig. Dabei auch die Umgebung mit einbeziehen, um keine punktuelle Vertiefung zu verursachen. Gegebenenfalls wiederholen, wenn das Holz noch nicht genug hochgequollen ist.

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Klar lackiertes Holz

Bei Möbeln aus klar lackiertem Holz kannst du feine Kratzer mit etwas Speiseöl behandeln, das du mit einem Tuch tupfend einarbeitest. Dadurch wird der Kratzer geschützt und kaschiert, denn durch das Öl ist er nicht mehr so hell und fällt daher kaum noch auf.

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Kerzenwachs auf Holz entfernen

Beim Abendessen verquatscht und nicht bemerkt, dass gemächlich Kerzenwachs auf den Holztisch geronnen ist? Das ist gar nicht so schlimm. Um das Wachs abzubekommen, brauchst du nicht aufwändig an deinem Tisch herum kratzen und dabei fiese Kratzer riskieren. Gib stattdessen einfach einen kleinen Schluck Speiseöl (nur kein Olivenöl, das wird ranzig) auf das Wachs und warte, bis das Öl darunter gezogen ist.

Durch ein paar Stupser mit einem Holzspatel gegen die „Wachsscholle“ sollte sich diese rückstandslos vom Untergrund lösen. Kleine Wachsschlieren oder -spritzer kannst du mit einem Tuch oder Küchenrolle und etwas Öl entfernen.

Dieses Prinzip funktioniert übrigens nicht nur bei Holz, sondern bei jeglichen glatten Oberflächen wie etwa Kunststoffbeschichtung.

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Abschleifen von Holz

Wenn dein Lieblingsmöbel oder Flohmarktfund aus Holz etwas in die Jahre gekommen ist, lohnt es sich, die Oberfläche zu schleifen. Dadurch werden Flecken, Kratzer und andere Makel beseitigt und du kannst das Holz neu behandeln.

Beim Abnehmen des Holzes startest du mit dem gröberen Hobel oder Schleifpapier („große Körnung“ = wenige, große Steinchen im Schleifpapier). Anfangs werden also ganze Holzschichten „abgespahnt“. Dann arbeitest du dich zum feinen Schleifpapier („feine/kleine Körnung“ = viele kleine Steinchen im Schleifpapier) vor. Beim Hobeln oder groben Schleifen wird das Holz also erst einmal in seine Grundform gebracht oder eben größere Schichten abgetragen, später wird die Oberfläche dann geschmeidig geschliffen.

Beim Schleifen ist es wichtig, immer mit der Faserrichtung (in Richtung der Maserungslinien) zu arbeiten. Denn durch das Schleifpapier entstehen feine „Rillen“ in der Oberfläche, die nur in Faserrichtung stimmig wirken. Gegen die Faserrichtung werden die feinen Schleifspuren sichtbar und die Oberfläche würde unebenmäßig wirken.

Ob gut geschliffen wurde und keine Kratzer durch Querschliffe an der Oberfläche zu sehen sind, lässt sich prima überprüfen: Dazu das Holz waagerecht vor das Auge in Richtung Lichtquelle halten.

Letzter prüfender Blick: Sind Schleifspuren zu sehen?

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Ölen von Holz

Wenn dein Holz bereits ausreichend geschliffen ist oder du es einfach nachölen möchtest, gib einen Schluck Öl auf die Oberfläche und verteile es mit einem Pinsel, fusselfreien Lappen oder einem Stück Schaumstoff erst einmal gründlich. Das Holz soll sich nun bis in die Poren vollsaugen, um tief und optimal geschützt zu sein.

Nach etwa 5-10 Minuten sollte das Holz genügend aufgenommen haben und du kannst mit einem Tuch das überschüssige Öl abwischen. Dabei kannst du ruhig ein bisschen reiben und polieren, dadurch werden die Poren optimal versorgt. Allerdings ist es immer gut, am Ende noch einmal mit dem Lappen in Faserrichtung (also in Richtung der „Maserungslinien“) über das Holz zu gehen, damit keine Querstreifen sichtbar werden.

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Übrigens: Diese Sammlung wird laufend durch neue Tipps erweitert!

 

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